Lohn der Arbeit

Unsere Kulturpflanze Obstbaum braucht Pflege rund ums Jahr. Das Netzwerk bietet verschiedene Kurse an, bei denen Wissen und Fertigkeiten vermittelt werden. Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!

Hier ist eine Übersicht über die notwendigen Maßnahmen für unsere Wiesenschätze.

Graphik zur Baumpflege übers Jahr

Pflanzen

Richtige Höhe beim Pflanzen

„Der Besuch einer Baumschule ist durch nichts zu ersetzen.“ Denn hier beginnt das Leben eins Baumes, der viele Jahre und Jahrzehnte einen Garten, eine Streuobstwiese oder die Landschaft prägen wird. Unzähige Blüten, Früchte und Blätter werden gebildet. Im Alter bietet der Baum ein Zuhause für eine Vielzahl an Tier- und Insektenarten.

Doch um (so) alt zu werden, muss die oprimale Grundlage bereits bei der Pflanzung gelegt werden! Es gibt einen ausführlicheren Artikel hier. Folgende Punkte müssen beachtet werden: Auswahl eines optimalen Jungbaumes, Pflanzgrube, Höhe der Veredlungsstelle, Pflanzstab, Verbißschutz, Angießen, Pflanzschnitte.

Gießen

Gießen in den Gießrand

Gießen steht bei uns an oberster Stelle. Denn ohne eine ausreichende Wasserversorgung kann ein Baum, wie jede andere Pflanze, nicht leben! Das gilt für die jungen, wie auch für die älteren und alten Bäume.

Bei der Anpflanzung wird das Bäumchen vorsichtig, aber durchdringend gegossen. Im ersten Jahr werden alle zwei Wochen ca. 20 Liter gegeben, auch bei Regenwetter. Jedes Jahr kann die Gießhäufigkeit reduziert werden. Dennoch ist regelmäßiges Wasser wichtig!

Gewässert wird bis spät in den Herbst, um den neuen Blütenknospen genug Feuchtigkeit zukommen zukommen zu lassen. Ein Blick auf den Dresdner Dürremonitor zeigt, dass die Feuchtigkeitsreserven durch fehlenden Regen und Schnee der vergangenen Jahre aufgebraucht sind.

Schneiden

Baumschnitt

Der Obstbaum als Kulturpflanze ist auf unsere dauerhafte Pflege angewiesen. Dazu gehören nicht nur die Ernte, sondern auch die Versorgung mit Wasser, Nährstoffen und Schnittmaßnahmen.

Sehr oft werden Jungbäume zu schwach geschnitten, während lebendige Altbäume Radikalschnitten unterzogen werden. Hier gibt es einen ausführlicheren Artikel zum Thema Obstbaumschnitt.

Möglichkeiten zum Lernen, Ausprobieren, Fragen stellen oder einfach nur Zuzuschauen bieten unsere Kurse. Und für eine ganz schnelle Frage erreichen Sie uns direkt unter streuobst@laendlichekerne.de.

Verbißschutz

Unter- und oberirdischer Verbißschutz

Bereits beim Pflanzen wird unverzinkter Maschendraht in die Grube gegeben, um Wühlmäuse von den Wurzeln fernzuhalten. Diese wird außen (!) ausgekleidet und am Stamm zusammengeführt.

Am Stamm selbst wird verzinkter Draht genommen und sollte fixiert werden, um ein Hochschieben durch hungrige Mäuler zu verhindern. Das Anbringen des Dreibockes macht das Umschieben des Bäumchens unmöglich. Eine normannische Korsette kann ebenfalls verwendet werden.

Krankheiten, Schädlinge & Wunden

kleine Raupe mit großem Hunger

Blattläuse, Rindenbrand, Schafe, Wühlmäuse, Frostspanner, Monniermotte, Mehltau… Die Liste läßt sich schier unendlich fortsetzen. Tatsache ist, dass geschwächte Pflanze und Bäume anfälliger für Schädlinge sind. Die Gesundheit der Pflanzen ist keine Selbstverständlichkeit.

In unseren Kursen können Sie viel Interessantes und auch Schädingendes kennenlernen. Grundlage gesunder Bäume sind der „richtige“ Standort, ausreichend Nährstoffe, Wasser und Schnitt. Mit diesen Mitteln haben es Obstbaumsplintkäfer, Mehltau und Schorf deutlich schwerer.

Ernten

Kirschernte

Jede Obstart und auch die Sorten reifen individuell. Eine gut geplante Obstwiese schenkt uns viele Früchte über einen längeren Zeitraum. Durch optimale Sorten, gute Fruchtqualität und richtige Lagerung kann bis weit ins Folgejahr frisches Obst genossen werden.

Fallobst und Fruchtmumien sollten entfernt werden. Hühner leisten hier unter Bäumen gute Dienste, da sie keine Rinde anfressen, hingegeben Fallobst und Würmer quasi vernaschen. Gleichzeitig helfen sie bei der Wiesenpflege.

Obstverwertung

reine Erntewonne

Je nach Verwendungsmöglichkeit lassen sich Obstarten und auch -sorten verschieden verwenden. Besonders spannend ist die Verflüssigung zu feinem Saft. Das geschieht in den zahlreichen Kleinmostereien in unserer Region handwerklich.

Es bedarf einer Mindestmenge an Obst, dann können Sie Ihre eigenen Sorten und Schätze zum Trinken oder Wein herstellen mit nach Hause nehmen.

Screenshot Streuobst-App

Digitale Karte

Kennen Sie schon unsere kostenfreie Streuobst-App? Kartographieren Sie Ihre Bäume digital! Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Streuobst-App“.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie und geben Ihnen wertvolle Hinweise für Ihren Baumbestand!