Herzlich Willkommen
beim Streuobstnetzwerk Ostthüringen!

Aufbrechende Birnenblüten

Streuobst als Immaterielles Kulturerbe – seit März 2021 amtlich: Streuobst als traditionelle Anbaumethode und wertvoller Lebensraum hat es ins UNESCO Weltkulturerbe geschafft!! hier geht’s weiter…

30. April 2021 – erstmals europaweit „Tag der Streu­obst­wiese“ gefeiert (Link); dazu auch aktueller Medienbeitrag „Streuobstwiesen – Kulturgut in Gefahr“ vom mdr am 30.04.2021. Hier geht’s zum Filmbeitrag…


Fortgeschrittener Rindenbrand

Borkenkäfer und Schwarzpilz

Nun im Frühjahr sind die Schäden sichtbar: Auffallend schwarze Stellen und ausgefranste Rinde. In den letzten Jahren wüten Obstbaumsplintkäfer und Rindenbrand. Annähernd jede Anlage ist betroffen. Weitere Infos gibt’s hier.


Planung – Pflege – Fördergelder – Krankheiten, Schädlinge – Sortenerhalt und Veredlung – Ernte – Verarbeitung

vielfältige Apfelsorten

In unserem kostenfreien Netzwerk sind Akteure und Interessenten aktiv, die sich mit dem Thema Streuobst und seinen vielfältigen Bereichen beschäftigen.

Welche Sorten bei Ihnen gut passen, wie man eine Wiese anlegt, wie/wo Sie Ihr reifes Obst verwerten können, wie Sie „richtig“ schneiden, veredeln probieren und wo Sie regionale Ansprechpartner finden – all das und viel mehr bietet das Netzwerk.

Regelmäßig finden in den LEADER-Regionen Schulungen, Vorführungen, Führungen, Stammtische und Vor-Ort-Aktionen statt. Auch ein Austausch untereinander wird gefördert und unterstützt.


  • Aktuelle Beiträge

    • Rindenbrand – Wegbereiter für den Obstbaumsplintkäfer

      Das Jahr 2018 wird uns lange in Erinnerung bleiben: Durch den raschen warmen Frühlingsbeginn und den fehlenden Niederschlag erschien es als „angenehm“, die Imker konnten reinen Kirschhonig ernten, da der Raps erst später blühte. Die Ernte 2018 war überschwenglich, drohte damit aber auch die Folgen bereits an: Massive Blüten- und Ernteausfälle 2019, geschwächte Bäume und die Zunahme an Schwächenutzern wie der Pilz Diplodia mutila, dem ungleichen Holzbohrer und dem Obstbaumsplintkäfer. Der Pilz tritt durch kleine Verletzungen etc. ein und verstopft die Leitungsbahnen. Als Folge wird die Partie schwarz, riecht charakteristisch und der Obstbaumsplintkäfer fliegt ein. Die Pilzsporen fliegen sehr weit, so dass auch Bäume befallen sind, die längere Zeit ungepflegt sind. Eine Verbreitung durch den Menschen ist daher unwahrscheinlich. Hier gibt es ein Info-Blatt des landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (siehe unten). Maßnahmen stark befallenes Holz absägen und verbrennenregelmäßige Desinfekion des Werkzeuges – es empfiehlt sich eine sichere, umweltschonende und billige Feuerdesinfektionvitale Bäume können durch Ausschneiden der Stellen und Versorgung mit Lehm zu neuer Rinde angeregt werden, vor allem in Stammnähe die regelmäßige Baumkontrolle nach kleinen Stellen und sofortige Behandlung sind unerläßlich Zu den Fotos (alle Fotos: A. Viller): Auf dem oberen Bild ist ein Altbaum zu sehen, dessen annähernd waagerechter Starkast seit mehreren Jahren befallen ist. Trotz Behandlung war hier der Erfolg aussichtlos. Das untere Bild zeigt einen vitalen Jungbaum im 14. Standjahr. Die betroffenen Stellen wurden großzügig ausgeschnitten und mit Lehm versorgt. Wenige Monate später zeigt sich bereits der Erfolg: Neue und gesunde Rinde ist nachgewachsen. Aufruf! Das landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg hat 2020 ein Projekt zur Untersuchung des Diploida gestartet. Ziel ist es, Faktoren der Prävention zu finden, um den Pilz einzudämmen. Eine Wahrscheinlichkeit zu anfälligen Sorten soll erforscht werden. Um dies untersuchen zu können, wurde ein Erhebungsbogen erstellt. Wir rufen deutlich dazu auf, sich zu beteiligen. Doch eine Bitte: Nutzen Sie diesen bitte nur, wenn Sie die betroffenen Obstsorten kennen. Dazu bitte nicht auf die Namensschilder verlassen, da diese leider auch fehlerhaft sein können. Es ist – zum jetzigen Stand der Forschung – nicht nötig, reine Standorte aufzuzeigen. Auf annähernd jeder Wiese befindet sich der Pilz bereits. Bitte unterstützen Sie die Forschergruppe mit dem hier angelegten Dokument. Eventuell eingesendete Proben werden mit diesem Begleitschein versendet. Fragen können Sie auch an unsere Gesamtkoordinatorin stellen, die in engem Austausch mit den Wissenschaftlern steht. WeiterführendesEin interessanter Artikel findet sich beim Landschaftspflegeverband Main-Taunus (hier). Auch hier wird der Versuch angeregt, zunächst nur die Unterlagen auf die Wiesen zu pflanzen und erst nach einem/zwei Jahren vor Ort zu veredeln. ——————————————————————————————————

    • „Thüringer des Monats“ und Wahl zum Thüringer des Jahres

      Fototermin zur Ehrung „Thüringer des Monats“ Jeden Monat zeichnet der mdr einen Thüringer oder eine Thüringerin des Monats aus. Im September 2020 ist diese Ehre unserem Netzwerkmitglied, Pomologe und Un-Ruheständler Hans-Jürgen Mortag zuteil geworden. Der Beitrag im mdr-Fernsehen kann hier eingesehen werden. In der OTZ ist der Artikel ebenfalls zu lesen. Nun ist es soweit und die Wahl zum Thüringer des Jahres 2020 steht an. Unterstützen Sie unsere Arbeit für das Streuobst auf dieser Seite vom mdr. Neben vielen Informationen zum Thema Streuobst, Allergien/ Unverträglichkeiten, Netzwerkarbeit, Baumpflege, Klimastress für Bäume, Sortenkunde, -empfehlungen, Frosttoleranz, Schädlinge etc. hat H.-J. Mortag sein neues Buch „Pillnitzer Apfelsorten“ vorgestellt. Das neue Buch enhält die Sammlung sämtlicher Pillnitzer, als Folge der Münchberger Sorten. Durch den Anbau der Sorten in bewußt rauen Lagen konnten Bäume erschaffen werden, die sich als relativ klimaresistent erweisen. Jeder Apfel wurde im Ganzen, auf zwei Ebenen aufgeschnitten mit seinen Kernen dargestellt. Die Fotos sind klar und deutlich, machen somit die Wiedererkennung möglich.Im Handel ist das Buch nicht erhältlich, sondern nur bei Hans-Jürgen Mortag. Für 24 € kann es erworben werden, Telefonnummer 0151 2597 9769. Wir gratulieren zum Ehrenamtspreis und wünschen uns weiterhin viele Früchte seines Engagements! Alle Fotos: Viller

    • Der Eremit – ein besonderer Käfer

      Auszug aus dem Vortrag zum Stammtisch von Frank Creutzburg Der Eremit oder Juchtenkäfer, lateinisch Osmoderma eremita, ist ein besonderer Käfer. Seinen Namen verdankt er seiner Lebensweise, da er versteckt im Mulm alter Laubbäume lebt und kaum ans Licht kommt. Da er sehr selten geworden ist, gehört er zu den besonders geschützten Arten. Larven des Eremiten, Foto: F. Creutzburg Der Juchtenkäfer kann bis zu 4 cm groß werden. Seine Körperoberfläche ist braunschwarz und glänzt oft metallisch. Er ist auf Laubbäume mit Höhlen angewiesen, die mit Mulm gefüllt sind. Besonders geeignete Lebensräume sind lichte Wälder, beweidete oder ehemalige Hutewälder mit dicken Baumstämmen. Alte Laubbäume wie Eichen, Buchen, Linden, Kopfweiden, Eschen und verschiedene Obstbäume werden bevorzugt. Das Weibchen legt dort Eier, aus denen typische Engerling-Larven schlüpfen. Die im letzten Stadium bis 7,5 cm weißlichen Larven fressen im Stamm drei bis vier Jahre den von Schimmelpilzen durchsetztem Mulm. Der Baum wird dadurch nicht beeinträchtigt. Ist genug Nahrung im Baum vorhanden, können sich über Jahre oder sogar über Jahrzehnte verborgene, große stabile Populationen von über 100 Tieren entwickeln. Erst wenn der Mulm verbraucht ist, müssen die erwachsenen Käfer den Stamm verlassen und können dann auch auf Blüten beobachtet werden. So kommt es, dass der Käfer sehr selten beobachtet wird. Nur an heißen Tagen über 25°C können fliegende Tiere beobachtet werden. Aktive Käfer kann man an mehreren aufeinanderfolgenden Sommerabenden mit deutlich über 20°C ab dem späten Nachmittag bis in die Nacht hinein antreffen. „Spuren“ des Eremiten, Foto: F. Creutzburg Der Käfer ist sehr ortstreu und fliegt wohl nur wenige 100 m weit. Der Fund eines Eremiten gilt als eine kleine Sensation, denn in Thüringen hat er nur wenige Dutzend sichere Brutbäume. Sein Hauptverbreitungsgebiet ist das Altenburger Land, daneben Gebiete um Ronneburg, Gera, Bad Köstritz, Eisenberg und Jena. Mit dem Schutz des Käfers soll nicht nur die Art Eremit erhalten. Der Käfer steht als Symbol für einen arg bedrohten Lebensraum, nämlich den hohlen Baum. Der Schutz der Eremit-Bäume bietet vielen Vögeln, Fledermäusen, aber auch Siebenschläfern und vielen weiteren Insekten-Arten Nistmöglichkeiten, Schutz vor Kälte oder Nässe. Es gibt also eine ganze Gruppe von Baum-Hohlraum-Bewohnern, zu denen auch Hornissen, Nachtfalter oder Bockkäfer gehören. Aufruf! Wer einen solchen Käfer gefunden zu haben glaubt, wird gebeten, Funddaten und nach Möglichkeit Fotos an die Naturschutzbehörde des Landkreises durchzugeben. Ebenso kann das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg, Außenstelle Großstöbnitz informiert werden (T: 03 44 91/58 73 33; Mail: winter[at-Zeichen]auritianum.de).

    • Holzhacker für das Streuobstnetzwerk Ostthüringen

      Holzhäcksler im Einsatz Holzhäcksler Timberwolf im Streuobstnetzwerk Ostthüringen im Einsatz – ein Erfahrungsbericht in Röttelmisch (Reinstädter Grund) Für die Mitglieder im Streuobstnetzwerk Ostthüringen besteht die Möglichkeit einen leistungsstarken Holzhäcksler „Timberwolf TW280TDHB“ bei der Einheitsgemeinde Remptendorf auszuleihen.   Die Maschine ist auf einem PKW-tauglichem Anhängerfahrgestell montiert und wiegt 1.180 kg. Der 45 PS Dieselmotor ermöglicht einen Schnittguteinzug von maximal 21 cm Durchmesser. Die Tankkapazität beträgt 36 Liter. Der durchschnittliche Dieselverbrauch liegt bei neun Liter pro Stunde.  Die kostengünstige Ausleihe kann nach Absprache jeweils von Donnerstagnachmittag bis Montagfrüh erfolgen. Der Holzhäcksler wird vollgetankt zur Verfügung gestellt. Nach der Nutzung soll er wieder vollgetankt und gereinigt abgegeben werden.  Erfahrungsbericht Wir haben uns nach telefonischer Anmeldung, der Klärung der Mitgliedschaft im Streuobstnetzwerk Ostthüringen und Absprache mit dem Bürgermeister der Einheitsgemeinde Remptendorf, Herrn Thomas Franke, an einem Donnerstag im Bauhof der Einheitsgemeinde Remptendorf getroffen. Der Holzhäcksler stand dort abfahrbreit in einer Halle. Nach der Einweisung, der Funktionsprobe und dem Ausfüllen des Übergabeprotokolls fuhren wir rund 50 km nach Röttelmisch. Über mehrere Jahre hatten sich die Schnittholzhaufen auf unseren rund 1,8 ha Streuobstflächen angesammelt. Zu Dritt haben wir an zwei Tagen alle Schnittholzhaufen häckseln können.   Die Bedienung des Holzhäckslers erwies sich als einfach, robust und sicher. Es gab über rund acht Betriebsstunden kein im Einzug verklemmtes Holz oder sonstige Ausfälle. Die Maschine kann während des Häckselns am PKW angehängt bleiben. Das macht schnelles Umsetzen und damit das zügige Abarbeiten von dezentral gelagerten Schnittholzhaufen möglich. Die Maschine wird immer unter Volllast betrieben. Der Lärmpegel ist erheblich! Unbedingt erforderlich sind Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz (dB beachten) zur Geräuschminderung), Schnittschutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und geeignete Jacke und Hose. Beim Einlegen des Schnittgutes sollte man nicht direkt hinter dem Schnittgut stehen, sondern seitlich daneben. Besonders starke Äste und hartes, gelagertes Holz wippt beim Einzug. Steht man direkt hinter dem Holz, besteht Verletzungsgefahr. Um die Maschine nicht leer zu fahren, ist ein Ersatzkanister mit Dieseltreibstoff notwendig. Nach dem Häckseln muss die Maschine gereinigt werden. Der besonders durch Wind angetragene Pflanzensaft erweist sich als hartnäckig. Wir haben rund eine Stunde zum Putzen benötigt. Am Montag erfolgte der Rücktransport und die problemlose Rückgabe in Remptendorf.   Danke! Streuobstwirtschaft ist nichts, was man allein mit Schere und Säge bewältigen kann. Wir danken der Gemeinde Remptendorf herzlich für ihr Engagement bei der Beschaffung, Finanzierung und Ausleihe des Holzhäckslers!  Den LEADER-Aktionsgruppen Saale-Orla, Saale-Holzland und Saalfeld-Rudolstadt ist für die Förderung des Holzhäckslers aus europäischen und Landesfördermitteln zu danken!   Möge das wertvolle Angebot lange erhalten bleiben, viel Nutzen stiften und dabei helfen, unsere wertvolle Streuobstlandschaft  zu bewahren und zu entwickeln!  Susanne Mohr und Alexander Pilling Kontakt: Interessenten für die Ausleihe des Holzhäckslers melden sich bitte bei Herrn Bürgermeister Thomas Franke in Remptendorf,  Tel.: 036640-4490 (Sekretariat)  oder 0170-2327623  Wenn Sie auch kostenfreies Mitglied werden möchten, können Sie hier weiterlesen. Fotonachweis: Susanne Mohr und Alexander Pilling

    • 20 Kleinmostereien zur Gewinnung von Most, Saft und Co.

      Blick in eine laufende Presse Unsere Obstbäume als jahrhundertelang gezüchtete Kulturpflanzen schenken uns neben Honig auch Früchte. Diese sind auf bestimmte Verwendungszwecke hin ausgewählt und weitervermehrt worden. Vielfach erreichen uns Anfragen, was man mit dem vielen Obst machen könne, was nicht sofort verwertet werden kann – ganz einfach: verflüssigen lassen. Die Zeiten mit Handpresse sind zum Glück vorbei. Heute kann, nach Anmeldung in der Mosterei, das Obst sortenrein oder gemischt abgegeben werden. Handwerklich wird dies zu Saft/Most verarbeitet. Abgefüllt wird der pasteurisierte Schatz meistens in „Bag-in-Box“, seltener in Flaschen. Streuobst ist ernährungsphysiologisch besonders wertvoll. Zudem wird der Saft nicht künstlich mit Hilfsstoffen geklärt, also klar gemacht. Die Trubstoffe und damit die wertvollen Bestandteile bleiben erhalten, den diese sind das Fruchtfleisch des Obstes und enthalten beispielsweise Phenole. Der NABU fördert die Kleinmostereien, von denen es in Thüringen 20 Stück gibt (!) und damit auch den Streuobstanbau. Die im September 2020 erschienene Pressemitteilung des Thüringer NABU können Sie hier einsehen. Versuchen Sie es doch mal aus, den „eigenen“ Saft zu trinken. Genaue Informationen, Fruchtreife, Kosten und Zeiten erfahren Sie bei den Mostereien. Screenshot Streuobst-App Digitale Karte Kennen Sie schon unsere kostenfreie Streuobst-App? Kartographieren Sie Ihre Bäume digital! Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Streuobst-App“. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie und geben Ihnen wertvolle Hinweise für Ihren Baumbestand!



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