Herzlich Willkommen
beim Streuobstnetzwerk Ostthüringen!

Aufruf: Meldung zu Bio-Anbau im Streuobst für Dauerförderung bis 24.06.2020!

Planung von Streuobstwiesen – Pflege von Baum und Wiese – Fördergelder – Krankheiten/Schädlinge – Sortenerhalt und Veredlung – Ernte der Früchte – Verarbeitung

vielfältige Apfelsorten

In unserem kostenfreien Netzwerk sind Akteure und Interessenten aktiv, die sich mit dem Thema Streuobst und seinen vielfältigen Bereichen beschäftigen.

Welche Sorten bei Ihnen gut passen, wie man eine Wiese anlegt, wie/wo Sie Ihr reifes Obst verwerten können, wie Sie „richtig“ schneiden, veredeln probieren und wo Sie regionale Ansprechpartner finden – all das und viel mehr bietet das Netzwerk.

Regelmäßig finden in den LEADER-Regionen Schulungen, Vorführungen, Führungen, Stammtische und Vor-Ort-Aktionen statt. Auch ein Austausch untereinander wird gefördert und unterstützt.


  • Aktuelle Beiträge

    • Der „richtige“ Obstbaumschnitt

      Baumschnitt ist Handwerk Der „richtige“ Obstbaumschnitt ist ein sensibles Thema und häufig Grundlage von spannenden oder langen Diskussionen. Tatsache ist, dass derObstbaum als Kulturpflanze auf unsere dauerhafte Pflege angewiesen ist. Dazu gehören nicht nur die Ernte, sondern auch die Versorgung mit Wasser, Nährstoffen und eben regelmäßige Schnittmaßnahmen. Sehr oft werden Jungbäume zu schwach geschnitten. Hingegen werden lebendige Altbäume meist immer Radikalschnitten unterzogen, welche innerhalb weniger Jahre das Absterben provozieren. Beides ist nicht zielführend. Gepflegte Jungbauanlage Im Vordergund der Baumpflege sollte nicht primär der Ertrag stehen, da dies zu Instabilitäten, Astbrüchen und früher Vergreisung führen kann. Auch das Verhältnis Blattmasse-Früchte kann bei dieser Schnittmethode zu Ungunsten der Baumgesundheit bzw. der Fruchtqualität verschoben werden. Ein „Hochstamm“ braucht ca. 10 Jahre unter guter Pflege, bis die ersten nennenswerten Erträge kommen. Doch dann steigen diese deutlich an. Über das „richtige“ Schneiden gibt es viele Ansichten und Methoden. Es sollten stets wichtige Aspekte beachtet werden: Entwicklung einer selbsttragenden Krone, ohne Bedarf von Stützen bei Fruchtlast3-4 Hauptästen, die gleichmäßig um den Stamm verteilt sindausgewogene Kronestabile Statik der Äste und des ganzen BaumesLicht kommt von oben, daher Überbauungen/Eigenbeschattung vermeidenErntezonen möglichst tief haltenVermeidung kahler Äste und AstoberseitenSchaffung einer klaren Struktur im Baum (Luftzirkulation, Leitergassen) Das Ziel des Obstbaumschnittes kann also klar definiert werden. Auch in unserem Netzwerk gibt es verschiedene „Schnittmethoden“, was spannende Diskussionen am Baum hervorbringt. Aus Büchern lernt es sich in der Regel schlecht. Daher laden wir jeden Anfänger und Fortgeschrittenen ein, um sein Wissen zu teilen oder zu erweitern. Möglichkeiten zum Kennenlernen, Ausprobieren, Fragen stellen oder einfach nur Zuzuschauen bieten unsere Kurse. Und für eine ganz schnelle Frage erreichen Sie uns direkt unter streuobst@laendlichekerne.de. Vergessen werden sollte auch die eigene Sicherheit nicht!

    • Der Dürremonitor – Aussage über Wasser im Boden

      Messungen über Bodenfeuchtigkeit vom Dürremonitor Dresden Über den Winter 2019/2020 sind erneut etliche Bäume vertrocknet. Neben Nadelbäumen waren besonders deutlich Birken und Walnüsse betroffen. Doch dieses Jahr hat es fühl- und messbar mehr geregnet, als im Vorjahr. Hierzu ist die Internetseite Wetterkontor empfehlenswert, die Vergleiche zu vergangen Monate und Jahrzehnten anzeigen. Die gewünschte Stadt wird ausgewählt und darzustellenden Zeiträume. Der Dürremonitor des Helmholtzinstitutes aus Dresden stellt die Entwicklungen der Bodenfeuchtigkeit dar, welche aus dem Niederschlag resultiert, graphisch und in Farben dar. Die Legende zeigt die Sättigung des Bodens. Die Unterteilung erfolgt in drei Tiefen – ca. 1,80 m, zwischen 1,80 – ,025 m und die oberen 0,25 m. Deutlich erkennbar ist, dass die rechte Übersicht der „oberen 25 cm Boden“ einen feuchten Boden anzeigt. Dies kann über den Zustand in der Tiefe täuschen, da nur die Oberfläche durchfeuchtet werden konnte. Erst bei einer Sättigung und damit kräftig blauen Farbe dringt das „überschüssige“ Wasser in die nächsten Schichten ein. Fehlender Niederschlag in den letzten beiden Jahren, wie auch ausbleibender Schnee, zeigen jedoch eine extreme Dürre in den Erdschichten, die hier bis 1,80 m Tiefe erfaßt werden. Daher unser Aufruf, der weiterhin gilt: Bitte Bäume gießen! Vor allem jüngere Bäume mit geringerem Wurzelvolumen profitieren davon, da sie Wasser nicht aus den tieferen Schichten holen (können). Jungbäume sollten gewässert werden, auch wenn es regnet. Empfehlungen zum Gießen finden Sie im Artikel Baumpflege durchs Jahr. Screenshot Streuobst-App Digitale Karte Kennen Sie schon unsere kostenfreie Streuobst-App? Kartographieren Sie Ihre Bäume digital! Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Streuobst-App“. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie und geben Ihnen wertvolle Hinweise für Ihren Baumbestand!

    • Rückblick auf’s Obstjahr 2019

      Ein spannendes Obstjahr liegt hinter uns, etliche Kurse, Vorführungen und auch zwei pomologische Seminare haben wir durchgeführt. Die Teilnehmenden, Baumpfleger und Pomologen berichteten von ähnlichen Erfahrungen. Kaum Blüten 2019 Wir alle haben den Spätfrost der Kalten Sophie in guter Erinnerung. Neben den ersten zarten Pflänzchen sind auch viele Obstblüten erforen. Diese waren oft bereits aufgrund der Trockenheit und Fruchtschwemme 2018 von geringer Menge und Qualität. Die Folgen kennen wir alle – wenige Früchte, die sich zudem schlecht lagern lassen/ließen, da sie rasch faulten. Doch längst nicht jeder Baum nahm durch die Kälte Schaden. Spannend ist, dass sich deutliche Unterschiede in den Sorten und ihrer Frosttoleranz abzeichneten. Münchberger Sorten, wie Helios, Alkmene, Undine, Carola und Auralia zeigten wenig bis keine Schäden. Sorten aus ursprünglich kälteren Regionen, wie Ontario, Spartan oder Macoun überstanden den Luftfrost ebenso gut. Es erstaunt nicht, dass neuere Sorten oft große Ausfälle hatten. Schädlinge und KrankheitenDie Blüten werden bereits im Vorjahr angelegt, beeinflußt durch Niederschlag, Fruchtmenge und -qualität. Und da 2018 nicht optimal verlief, sind die aktuellen Ergebnisse nicht verwunderlich. Erstaunt waren jedoch die Pomologen über die Varianten von Geschmack, Größe und Ausfärbung. Sehr häufig ist auch Stippe in den Früchten gewesen, was eigentlich einem Kalk- folgt, jedoch heuer eher auf Feuchtigkeitsmangel hinweist. Hinzu kommen viel Schorf, eine deutliche Zunahme von Rindenbrand, drei Generationen Apfelwickler und etliche Blattläuse. Einer Zunahme der Kirschfruchtfliege kann man nicht viel entgegensetzen. Versucht werden kann ein Anbau von frühen bzw. die frühere Ernte der späteren Sorten. Nicht weniger bedrohlich erscheint die Zunahme von Mistelbefall auf Obstbäumen. Diese sollten regelmäßig, möglichst komplett und frühzeitig entfernt werden. Empfehlungen – WasserversorgungIn trockenen Jahren müssen jüngere Bäume gut mit Wasser versorgt werden. Auch bei einer Pflanzung im Herbst sollte es eine reichhaltige Wassergabe erfolgen – auch im Herbst. Ganz konsequent sollte in der Wachstumsperiode das Gießen eingehalten werden: alle zwei Wochen zwanzig Liter pro Bäumchen. Nur so kann ein optimales Wurzel- und Triebwachstum erreicht werden. Die Anlage von Baumscheiben mit einem Radius von 0,5 m, wo die Erde oberflächlich gelockert wird und ggf. mit Mulchmaterial bedeckt wird. SchnittUngepflegte Bäume neigen zum Alternieren: auf Jahre mit sehr guten Erträgen folgen Jahre mit bescheidenen Erträgen. Bei nur wenigen Sorten ist dies normal. Die meisten Betroffenen bräuchten einen guten Baumschnitt , baumschonende und nicht radikal. PflegeGegen Sonnenrissen im Winter hilft es, die Stämme zu kalken und generell Wundbehandlungen vorzunehmen. Als umweltverträgliches Spritzmittel wurde „Neemöl“ genannt. Es ist gegen Käfer, Raupen, Läuse und Spinnmilben einsetzbar, ebenso gegen Schnecken und Pilzbefall. Direkt auf die Blätter gegeben, wirkt es gegen akuten Schädlingsbefall. Bitte beachten Sie die Verdünnungsangaben der Verpackung. Machen Sie mit! Wir würden uns freuen, auch Sie in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen. Dazu brauchen Sie nur einen Fragebogen ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück zu zusenden. Den gibt’s von uns unter Kontakt.

    • Blüten Alternativer Text Ansprechpartner rund die Streuobstwiese

      Altbaum Birne Planung von Streuobstwiesen – Pflege von Baum und Wiese – Fördergelder – Krankheiten/Schädlinge – Sortenerhalt und Veredlung – Ernte der Früchte – Verarbeitung Bei uns finden Sie zu jedem Thema rund um die Streuobstwiese und ihre Produkte Ansprechpartner. Gemäß dem Motto aus der Praxis für die Praxis. Für unsere Mitglieder geben wir Kontakte zu Spezialthemen heraus: Planung und BeratungBaumschulenAusbildung und KurseFörderungen und FördergelderSortenberatung und -bestimmungVeredlungen vor Ort, Beschaffung von EdelreisernKartographierungBaumkrankheiten und SchädlingeWiesen- und BaumpflegeBiotoppflege und NützlingeVerwertung und Verarbeitung der Früchte Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie und geben Ihnen wertvolle Hinweise für Ihren Baumbestand!

    • Pflanzempfehlungen 2020

      Klarapfel Die Literatur beschreibt mehrere hundert Sorten an Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen,… Bei der Auswahl der Sorten ist es schwer, eine Auswahl zu finden. Häufig entscheidet das Sortenetikett beim Gärtner bzw. Händler, welches die „besten“ Eigenschaften verspricht.



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Wir würden uns freuen, auch Sie in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen. Dazu brauchen Sie nur einen Fragebogen ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück zu zusenden. Diesen gibt’s von uns auch unter Kontakt.