Herzlich Willkommen
beim Streuobstnetzwerk Ostthüringen!

Erste Äpfel

Neue Generation Obstbaumspintkäfer ist in den Bäumen bereit. Die Bäume sollten auf Bohrstellen untersucht werden. Einen Artikel dazu finden Sie hier.


Planung von Streuobstwiesen – Pflege von Baum und Wiese – Fördergelder – Krankheiten/Schädlinge – Sortenerhalt und Veredlung – Ernte der Früchte – Verarbeitung

vielfältige Apfelsorten

In unserem kostenfreien Netzwerk sind Akteure und Interessenten aktiv, die sich mit dem Thema Streuobst und seinen vielfältigen Bereichen beschäftigen.

Welche Sorten bei Ihnen gut passen, wie man eine Wiese anlegt, wie/wo Sie Ihr reifes Obst verwerten können, wie Sie „richtig“ schneiden, veredeln probieren und wo Sie regionale Ansprechpartner finden – all das und viel mehr bietet das Netzwerk.

Regelmäßig finden in den LEADER-Regionen Schulungen, Vorführungen, Führungen, Stammtische und Vor-Ort-Aktionen statt. Auch ein Austausch untereinander wird gefördert und unterstützt.


  • Aktuelle Beiträge

    • Pflanzempfehlungen 2020

      Klarapfel Die Literatur beschreibt mehrere hundert Sorten an Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen,… Bei der Auswahl der Sorten ist es schwer, eine Auswahl zu finden. Häufig entscheidet das Sortenetikett beim Gärtner bzw. Händler, welches die „besten“ Eigenschaften verspricht.

    • Der „richtige“ Obstbaumschnitt

      Baumschnitt ist Handwerk Der „richtige“ Obstbaumschnitt ist ein sensibles Thema und häufig Grundlage von spannenden oder langen Diskussionen. Tatsache ist, dass derObstbaum als Kulturpflanze auf unsere dauerhafte Pflege angewiesen ist. Dazu gehören nicht nur die Ernte, sondern auch die Versorgung mit Wasser, Nährstoffen und eben regelmäßige Schnittmaßnahmen. Sehr oft werden Jungbäume zu schwach geschnitten. Hingegen werden lebendige Altbäume meist immer Radikalschnitten unterzogen, welche innerhalb weniger Jahre das Absterben provozieren. Beides ist nicht zielführend. Gepflegte Jungbauanlage Im Vordergund der Baumpflege sollte nicht primär der Ertrag stehen, da dies zu Instabilitäten, Astbrüchen und früher Vergreisung führen kann. Auch das Verhältnis Blattmasse-Früchte kann bei dieser Schnittmethode zu Ungunsten der Baumgesundheit bzw. der Fruchtqualität verschoben werden. Ein „Hochstamm“ braucht ca. 10 Jahre unter guter Pflege, bis die ersten nennenswerten Erträge kommen. Doch dann steigen diese deutlich an. Über das „richtige“ Schneiden gibt es viele Ansichten und Methoden. Es sollten stets wichtige Aspekte beachtet werden: Entwicklung einer selbsttragenden Krone, ohne Bedarf von Stützen bei Fruchtlast3-4 Hauptästen, die gleichmäßig um den Stamm verteilt sindausgewogene Kronestabile Statik der Äste und des ganzen BaumesLicht kommt von oben, daher Überbauungen/Eigenbeschattung vermeidenErntezonen möglichst tief haltenVermeidung kahler Äste und AstoberseitenSchaffung einer klaren Struktur im Baum (Luftzirkulation, Leitergassen) Das Ziel des Obstbaumschnittes kann also klar definiert werden. Auch in unserem Netzwerk gibt es verschiedene „Schnittmethoden“, was spannende Diskussionen am Baum hervorbringt. Aus Büchern lernt es sich in der Regel schlecht. Daher laden wir jeden Anfänger und Fortgeschrittenen ein, um sein Wissen zu teilen oder zu erweitern. Möglichkeiten zum Kennenlernen, Ausprobieren, Fragen stellen oder einfach nur Zuzuschauen bieten unsere Kurse. Und für eine ganz schnelle Frage erreichen Sie uns direkt unter streuobst@laendlichekerne.de. Vergessen werden sollte auch die eigene Sicherheit nicht!

    • Blüten Alternativer Text Ansprechpartner rund die Streuobstwiese

      Altbaum Birne Planung von Streuobstwiesen – Pflege von Baum und Wiese – Fördergelder – Krankheiten/Schädlinge – Sortenerhalt und Veredlung – Ernte der Früchte – Verarbeitung Bei uns finden Sie zu jedem Thema rund um die Streuobstwiese und ihre Produkte Ansprechpartner. Gemäß dem Motto aus der Praxis für die Praxis. Für unsere Mitglieder geben wir Kontakte zu Spezialthemen heraus: Planung und BeratungBaumschulenAusbildung und KurseFörderungen und FördergelderSortenberatung und -bestimmungVeredlungen vor Ort, Beschaffung von EdelreisernKartographierungBaumkrankheiten und SchädlingeWiesen- und BaumpflegeBiotoppflege und NützlingeVerwertung und Verarbeitung der Früchte Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie und geben Ihnen wertvolle Hinweise für Ihren Baumbestand!

    • Bisherige Veranstaltungen

      Birnenblüten Hier finden Sie die Übersicht über unsere Veranstaltungen. Zu den Stammtischen gibt es Proktokolle und Berichte, die sehr interessant sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

    • Der Eremit – ein besonderer Käfer

      Auszug aus dem Vortrag zum Stammtisch von Frank Creutzburg Der Eremit oder Juchtenkäfer, lateinisch Osmoderma eremita, ist ein besonderer Käfer. Seinen Namen verdankt er seiner Lebensweise, da er versteckt im Mulm alter Laubbäume lebt und kaum ans Licht kommt. Da er sehr selten geworden ist, gehört er zu den besonders geschützten Arten. Larven des Eremiten, Foto: F. Creutzburg Der Juchtenkäfer kann bis zu 4 cm groß werden. Seine Körperoberfläche ist braunschwarz und glänzt oft metallisch. Er ist auf Laubbäume mit Höhlen angewiesen, die mit Mulm gefüllt sind. Besonders geeignete Lebensräume sind lichte Wälder, beweidete oder ehemalige Hutewälder mit dicken Baumstämmen. Alte Laubbäume wie Eichen, Buchen, Linden, Kopfweiden, Eschen und verschiedene Obstbäume werden bevorzugt. Das Weibchen legt dort Eier, aus denen typische Engerling-Larven schlüpfen. Die im letzten Stadium bis 7,5 cm weißlichen Larven fressen im Stamm drei bis vier Jahre den von Schimmelpilzen durchsetztem Mulm. Der Baum wird dadurch nicht beeinträchtigt. Ist genug Nahrung im Baum vorhanden, können sich über Jahre oder sogar über Jahrzehnte verborgene, große stabile Populationen von über 100 Tieren entwickeln. Erst wenn der Mulm verbraucht ist, müssen die erwachsenen Käfer den Stamm verlassen und können dann auch auf Blüten beobachtet werden. So kommt es, dass der Käfer sehr selten beobachtet wird. Nur an heißen Tagen über 25°C können fliegende Tiere beobachtet werden. Aktive Käfer kann man an mehreren aufeinanderfolgenden Sommerabenden mit deutlich über 20°C ab dem späten Nachmittag bis in die Nacht hinein antreffen. „Spuren“ des Eremiten, Foto: F. Creutzburg Der Käfer ist sehr ortstreu und fliegt wohl nur wenige 100 m weit. Der Fund eines Eremiten gilt als eine kleine Sensation, denn in Thüringen hat er nur wenige Dutzend sichere Brutbäume. Sein Hauptverbreitungsgebiet ist das Altenburger Land, daneben Gebiete um Ronneburg, Gera, Bad Köstritz, Eisenberg und Jena. Mit dem Schutz des Käfers soll nicht nur die Art Eremit erhalten. Der Käfer steht als Symbol für einen arg bedrohten Lebensraum, nämlich den hohlen Baum. Der Schutz der Eremit-Bäume bietet vielen Vögeln, Fledermäusen, aber auch Siebenschläfern und vielen weiteren Insekten-Arten Nistmöglichkeiten, Schutz vor Kälte oder Nässe. Es gibt also eine ganze Gruppe von Baum-Hohlraum-Bewohnern, zu denen auch Hornissen, Nachtfalter oder Bockkäfer gehören. Aufruf! Wer einen solchen Käfer gefunden zu haben glaubt, wird gebeten, Funddaten und nach Möglichkeit Fotos an die Naturschutzbehörde des Landkreises durchzugeben. Ebenso kann das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg, Außenstelle Großstöbnitz informiert werden (T: 03 44 91/58 73 33; Mail: winter[at-Zeichen]auritianum.de).



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