Herzlich Willkommen
beim Streuobstnetzwerk Ostthüringen!

Erntewonne

Wohin mit meinem Obst? Dieses Jahr gibt es in den meisten Regionen mit einer guten Obsternte. Dieses kann in einer Mosterei zu flüssigem Obst verwandelt werden. hier geht’s weiter…

Fortgeschrittener Rindenbrand

Borkenkäfer und Schwarzpilz

Nun im Frühjahr sind die Schäden sichtbar: Auffallend schwarze Stellen und ausgefranste Rinde. In den letzten Jahren wüten Obstbaumsplintkäfer und Rindenbrand. Annähernd jede Anlage ist betroffen. Weitere Infos gibt’s hier.


Planung – Pflege – Fördergelder – Krankheiten, Schädlinge – Sortenerhalt und Veredlung – Ernte – Verarbeitung

vielfältige Apfelsorten

In unserem kostenfreien Netzwerk sind Akteure und Interessenten aktiv, die sich mit dem Thema Streuobst und seinen vielfältigen Bereichen beschäftigen.

Welche Sorten bei Ihnen gut passen, wie man eine Wiese anlegt, wie/wo Sie Ihr reifes Obst verwerten können, wie Sie “richtig” schneiden, veredeln probieren und wo Sie regionale Ansprechpartner finden – all das und viel mehr bietet das Netzwerk.

Regelmäßig finden in den LEADER-Regionen Schulungen, Vorführungen, Führungen, Stammtische und Vor-Ort-Aktionen statt. Auch ein Austausch untereinander wird gefördert und unterstützt.


  • Aktuelle Beiträge

    • Pflanzung – Grundlage langen Baumlebens

      Frisch gepflanzter Jungbaum, fachgerechter Schnitt fehlt noch Neben der Auswahl der richtigen Obstart und Obstsorte ist das Pflanzen die Grundlage für ein gutes und langes Baumleben. Bereits die Auswahl der Obstart und der Sorte ist wichtig. Kriterien sind vor allem Nutzungsabsicht, Standort, Bodenverhältnisse. Doch allen Überlegungen vorangestellt ist folgende, banale wie essentielle Frage: Kann ich mich die nächsten Jahrzehnte um das neue Lebewesen Obstbaum kümmern, habe ich genug Zeit und auch Geld, dies zu leisten?

    • Vergreister Jungbaum, befallen mit Splintholzkäfer Obstbaumsplintkäfer

      Vergreister Jungbaum, befallen mit Splintholzkäfer Nach den extremen Trockenperioden 2018 und 2019 ist derzeit ein sehr starkes Auftreten des Obstbaumsplintkäfers in unserer Region festzustellen. Dieser gehört zur Familie der Borkenkäfer und befällt, ähnlich wie sein Verwandter im Wald, die durch den Wassermangel der letzten Jahre geschwächten Bäume. Der Käfer findet diese schwachen Bäume, bohrt ein Loch für die Eiablage. Die Larven fressen sich Gänge zwischen Rinde und Splintholz. Ab ca. 18° C beginnen die ersten Käfer zu Fliegen. Im Sommer bei einer zweiten Generation sind die “Schlüpfzeiten” ist die genaue Bestimmung etwas schwieriger. Innerhalb kürzester Zeit werden so ganze Baumpartien abzusterben, die Rinde löst sich und der Bereich oder gar Baum ist nicht mehr zu retten. Vorbeugend läßt man einiges machen. Am Wetter kann man nichts ändern, doch an der Pflege der Wiese kann man einiges tun. Altbaum mit schweren Befall Maßnahmen im akuten Befall: Bäume nach Löchern oder Gängen absuchenabgestorbene Teile entfernen, nicht lagern, sondern rasch verbrennenSondergenehmigungen fürs Verbrennen können eingeholt, da es sich um einen Verwandten des Borkenkäfers handelt, kann nach einer Anzeige bei Ordnungsamt/Feuerwehr verbrannt werdenAlkoholfallen können helfen, weitere Käfer vor weiterem Befall zu fangen Brut- und Nistmöglichkeiten für Vögel Spechthöhle mit “Vordach” alte, abgestorbene Bäume/Habitatbäume enthalten natürliche Höhlen für Spechte – lassen Sie diese stehenweisen die Bäume kleine ausgefranste Stellen auf, war der Specht bereits aktivFörderung der Ansiedlung von Vögeln, die Käfer und Larven fressen: Meisen, Kleiber, Buchfinken, Dompfaffe, etc.Bauen Sie Nistkästen und beachten Sie Material- und Größenanforderung. Der NABU gibt wertvolle Tipps. Baumpflege Gepflegte junge Birne, ca. 16 Jahre Jungbäume brauchen einen strengen, anfangs jährlichen Schnitt; dies regt das Wachstum der ober- und unterirdischen Teile anvergreiste (Alt-) Bäume mit zu hohem Fruchtholzanteil schwächen den Baum -> fachgerechtes Schneiden kann revitalisieren und zum Neuaustrieb anregenGießen von Wachstumsbeginn an bis Oktober; der Dürremonitor zeigt durch fehlenden Schnee jetzt schon einen bedenklichen Mangel an Bodenfeuchtigkeit: mehrmals im Monat, mindestens 20 l für den Jungbaum, Altbäume entsprechend mehrBaumscheiben hacken und von Bewuchs freihalten, Durchmesser mindestens 1 mVermeiden von schwächenden großen Wunden und falschen Schnitten, Behandlung von bestehenden Wunden Entsorgung Wichtig ist insbesondere, das befallene Holz konsequent zu entsorgen, am besten zu verbrennen. Kleinere Mengen können unter Berücksichtigung der örtlichen Regelungen in Feuerschalen oder Holzheizungen verbrannt werden. Für größere Mengen bieten sich Osterfeuer an. Möglich ist auch, bei der zuständigen Kommune eine Ausnahmegenehmigung für ein einmaliges Feuer zu beantragen; dazu sollten sich am besten mehrere Gartenbesitzer absprechen. Das Ablagern des entfernten Holzes auf den Obstwiesen oder in ihrer Nähe bringt jedenfalls nichts, da sich die Jungkäfer ja noch darin befinden und das Problem weitertragen. TV-Beitrag April 2020 Auszug TV-Beitrag 07.04.2020, mdr Das mdr-Fernsehen hat Anfang April unseren Regionalkoordinator Dr. Kolbmüller in Bechstedt besucht und Eindrücke des Käfers gesammelt. Hier können Sie sich den Beitrag ansehen. Für Fragen und Hinweise steht das Streuobstnetzwerk gern zur Verfügung. Machen Sie mit! Wir würden uns freuen, auch Sie in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen. Dazu brauchen Sie nur einen Fragebogen ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück zu zusenden. Den gibt’s von uns unter Kontakt.

    • Holzhacker für das Streuobstnetzwerk Ostthüringen

      Holzhäcksler im Einsatz Holzhäcksler Timberwolf im Streuobstnetzwerk Ostthüringen im Einsatz – ein Erfahrungsbericht in Röttelmisch (Reinstädter Grund) Für die Mitglieder im Streuobstnetzwerk Ostthüringen besteht die Möglichkeit einen leistungsstarken Holzhäcksler „Timberwolf TW280TDHB“ bei der Einheitsgemeinde Remptendorf auszuleihen.   Die Maschine ist auf einem PKW-tauglichem Anhängerfahrgestell montiert und wiegt 1.180 kg. Der 45 PS Dieselmotor ermöglicht einen Schnittguteinzug von maximal 21 cm Durchmesser. Die Tankkapazität beträgt 36 Liter. Der durchschnittliche Dieselverbrauch liegt bei neun Liter pro Stunde.  Die kostengünstige Ausleihe kann nach Absprache jeweils von Donnerstagnachmittag bis Montagfrüh erfolgen. Der Holzhäcksler wird vollgetankt zur Verfügung gestellt. Nach der Nutzung soll er wieder vollgetankt und gereinigt abgegeben werden.  Erfahrungsbericht Wir haben uns nach telefonischer Anmeldung, der Klärung der Mitgliedschaft im Streuobstnetzwerk Ostthüringen und Absprache mit dem Bürgermeister der Einheitsgemeinde Remptendorf, Herrn Thomas Franke, an einem Donnerstag im Bauhof der Einheitsgemeinde Remptendorf getroffen. Der Holzhäcksler stand dort abfahrbreit in einer Halle. Nach der Einweisung, der Funktionsprobe und dem Ausfüllen des Übergabeprotokolls fuhren wir rund 50 km nach Röttelmisch. Über mehrere Jahre hatten sich die Schnittholzhaufen auf unseren rund 1,8 ha Streuobstflächen angesammelt. Zu Dritt haben wir an zwei Tagen alle Schnittholzhaufen häckseln können.   Die Bedienung des Holzhäckslers erwies sich als einfach, robust und sicher. Es gab über rund acht Betriebsstunden kein im Einzug verklemmtes Holz oder sonstige Ausfälle. Die Maschine kann während des Häckselns am PKW angehängt bleiben. Das macht schnelles Umsetzen und damit das zügige Abarbeiten von dezentral gelagerten Schnittholzhaufen möglich. Die Maschine wird immer unter Volllast betrieben. Der Lärmpegel ist erheblich! Unbedingt erforderlich sind Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz (dB beachten) zur Geräuschminderung), Schnittschutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und geeignete Jacke und Hose. Beim Einlegen des Schnittgutes sollte man nicht direkt hinter dem Schnittgut stehen, sondern seitlich daneben. Besonders starke Äste und hartes, gelagertes Holz wippt beim Einzug. Steht man direkt hinter dem Holz, besteht Verletzungsgefahr. Um die Maschine nicht leer zu fahren, ist ein Ersatzkanister mit Dieseltreibstoff notwendig. Nach dem Häckseln muss die Maschine gereinigt werden. Der besonders durch Wind angetragene Pflanzensaft erweist sich als hartnäckig. Wir haben rund eine Stunde zum Putzen benötigt. Am Montag erfolgte der Rücktransport und die problemlose Rückgabe in Remptendorf.   Danke! Streuobstwirtschaft ist nichts, was man allein mit Schere und Säge bewältigen kann. Wir danken der Gemeinde Remptendorf herzlich für ihr Engagement bei der Beschaffung, Finanzierung und Ausleihe des Holzhäckslers!  Den LEADER-Aktionsgruppen Saale-Orla, Saale-Holzland und Saalfeld-Rudolstadt ist für die Förderung des Holzhäckslers aus europäischen und Landesfördermitteln zu danken!   Möge das wertvolle Angebot lange erhalten bleiben, viel Nutzen stiften und dabei helfen, unsere wertvolle Streuobstlandschaft  zu bewahren und zu entwickeln!  Susanne Mohr und Alexander Pilling Kontakt: Interessenten für die Ausleihe des Holzhäckslers melden sich bitte bei Herrn Bürgermeister Thomas Franke in Remptendorf,  Tel.: 036640-4490 (Sekretariat)  oder 0170-2327623  Wenn Sie auch kostenfreies Mitglied werden möchten, können Sie hier weiterlesen. Fotonachweis: Susanne Mohr und Alexander Pilling

    • Baumpflege durchs Jahr

      Lohn der Arbeit Unsere Kulturpflanze Obstbaum braucht Pflege rund ums Jahr. Das Netzwerk bietet verschiedene Kurse an, bei denen Wissen und Fertigkeiten vermittelt werden. Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung! Hier ist eine Übersicht über die notwendigen Maßnahmen für unsere Wiesenschätze.

    • Handlungskonzept Streuobst Thüringen

      Vorderansicht des Handlungskonzeptes Im Juni 2020 wurde vom Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz Thüringen das Handlungskonzept Streuobst Thüringen herausgegeben. Es stellt ein wertvolles Werk zur fachlichen Pflege vom hochstämmigen Streuobstbaum dar. Die “Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege” – kurz ZTV-Baumpflege – berücksichtigen die Spezifität der Kulturpflanze Obstbaum kaum, so dass das Konzept als wichtige Ergänzung gesehen werden kann. Der Auftraggeber kann sich seit Veröffentlichung auf die Inhalte des Konzeptes bei Obstbaumpflege berufen. Diese sind: Begriffsbestimmung und gesetzlicher Schutz von StreuobstwiesenAnlage von StreuobstwiesenBestandspflege der ObstgehölzeGrünlandnutzung des UnterwuchsesSanierung und Revitalisierung von StreuobstbeständenStreuobstwiesen zur Kompensation in der EingriffsregelungFörderangebote für Streuobstwiesen in Thüringen Ein Info-Blatt zur Förderung NALAP gibt es hier auf der Seite des Ministeriums. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Misteriums, dem Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, sowie bei den Unteren Naturschutzämtern, den Landschaftspflegeverbänden und den Natura2000-Stationen Thüringens – oder eben bei uns. Screenshot Streuobst-App Digitale Karte Kennen Sie schon unsere kostenfreie Streuobst-App? Kartographieren Sie Ihre Bäume digital! Weitere Informationen finden Sie im Artikel “Streuobst-App”. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie und geben Ihnen wertvolle Hinweise für Ihren Baumbestand!



Mitmachen

Wir würden uns freuen, auch Sie in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen. Dazu brauchen Sie nur einen Fragebogen ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück zu zusenden. Diesen gibt’s von uns auch unter Kontakt.